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In den Frankfurter U- und S-Bahn-Stationen bieten an den Decken platzierte weisse, beleuchtete Plexiglaselemente den.Reisenden mit typografischen und symbolhaften Hinweisen Wegweisung und Orientierung. Auf Grund der Blickachsen und Verkehrsströme sind die Leuchtkästen meist nur einseitig beschriftet und auf der Rückseite leer.

2002 entwickelte Heiner Blum die Idee, die leeren Flächen zu nutzen und mit Sätzen zur geistigen Orientierung zu ergänzen. An vier prototypischen Situationen an den Stationen Hauptwache und Konstablerwache platzierte er Sätze aus dem Kontext der Situationistischen Internationale, einer von ihm sehr geschätzten, im Frankreich in den 1960er Jahre entstandenen Kulturbewegung, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte Kunst und Alltag zu überlagern. 

Von der Idee des Projekts überzeugt, nahm er Kontakt zur Deutschen Bundesbahn auf, um es großflächig weiter fortsetzen zu können. Die Verantwortlichen der Bahn waren wenig überzeugt von diesem Vorhaben, entwickelten aber im Laufe des Gesprächs die Idee, wie lukrativ es wäre, die Rückseiten in Zukunft mit Werbung zu bespielen.

Es blieb bei den vier Prototypen und der Erkenntnis, solche Aktionen in Zukunft besser einfach durchzuführen, als durch Genehmigungsverfahren zu gefährden.